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Anpassungsstörungen; auch Trauerreaktionen & Burn-out

Kritische Lebensereignisse (Verluste durch Trennung oder Tod, Konflikte u.v.a.) oder ungewohnt anhaltende Belastungen bzw. Lebensveränderungen (Alleinleben nach Verlusten, neuer Arbeitsplatz oder veränderte Anforderungen im Beruf, Auszug aus dem Elternhaus oder andere Schwellensituationen im Leben) rufen Stressreaktionen hervor, die bei fehlenden Bewältigungsmöglichkeiten zu so genannten Anpassungsstörungen führen können. Im engeren Sinne sind dies kürzere (bis zu einem Monat) oder längere (bis zu zwei Jahren) depressive Reaktionen (z.Bsp. auch Trauerreaktionen), Mischzustände aus depressiven – und Angstsymptomen oder auch Störungen des Sozialverhaltens (z.Bsp. bei Jugendlichen nach erlebten Verlusten).

Auch Erschöpfungszustände, bekannt als Burn-out, werden als Reaktionen auf Probleme/Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung (v.a. von beruflichem Stress) verstanden.

Die Symptome der genannten Anpassungssstörungen und Erschöpfungszustände zeigen sich, wie die depressiver Episoden, auf emotionaler und körperlicher Ebene, der Ebene des Denkens und der sozialer Beziehungen. Der Schweregrad ist zwar weniger stark ausgeprägt als der von depressiven Störungen, unbehandelt jedoch können Anpassungsstörungen und Erschöpfungszustände in depressive Episoden münden, die dann u.U. auch mittelschwer bis schwer ausfallen.

Eine besonders schwere Reaktion auf ein traumatisches Ereignis kann die Entwicklung einer Posttraumatischen Belastungsstörung sein. Zu diesem Krankheitsbild und dessen Behandlung informieren wir gesondert.

Ein methodenübergreifender Therapieansatz in unserer Klinik garantiert neben der notwendigen psychophysischen Stabilisierung durch die Herausnahme aus dem jeweiligen problematischen sozialen Umfeld (häuslich oder beruflich) eine Bearbeitung der erlebten Belastungen (z.Bsp. bestimmter Konflikte, der prolongierten Trauerreaktionen o.a.), das Finden einer neuen Perspektive für den Lebensalltag oder die berufliche Zukunft und die hierfür notwendigen ressourcenorientierten Entwicklungen.