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Private Akutklinik · Bad Herrenalb Mo–Fr 8:00–16:30 Uhr · Kontaktaufnahme rund um die Uhr

Angststörungen.

Angst als überlebenswichtiges Grundgefühl, welches – phylogenetisch geprägt – eine Alarm- und Warnfunktion hat, wird dann pathologisch, wenn es zu stark, zu häufig oder einer bestimmten Situation unangemessen auftritt.

Stationäre Behandlung · Privatversichert · Beihilfe · Selbstzahler

Mandala zu Angststörungen: dichte, scharfe Zacken in warmen Tönen
Die extreme Anspannung
Jahresprävalenz15%

Damit sind Angsterkrankungen die häufigsten psychischen Störungen, noch vor den depressiven Erkrankungen.

Wie sich Angst zeigt.

Angsterkrankungen sind mit einer Jahresprävalenz von 15% noch vor Depressionen die häufigsten psychischen Störungen. Sie beginnen oft im jungen Erwachsenenalter und münden unbehandelt in ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten, das letztendlich – mangels korrigierenden Erfahrungen – den Angstkreislauf aufrechterhält und zu einer Chronifizierung des Krankheitsbildes, Arbeitsunfähigkeit, sozialem Rückzug und hohem Leidensdruck führen kann.

Nach aktuellem Wissensstand unterscheiden wir verschiedene Angststörungen. Je nach Art der Angsterkrankung bezieht sich die Angst auf ganz bestimmte Situationen oder Objekte, die als (unverhältnismäßig) bedrohlich wahrgenommen werden. Kognitiv sind mit der angstauslösenden Situation katastrophisierende Gedanken verknüpft. Bei allen Angstreaktionen finden sich dann vegetative Symptome (Anstieg der Herzfrequenz, Blutdruckanstieg, erhöhte Muskelanspannung, Schwitzen, Zittern, schwere Atmung, Schwindelgefühle, Übelkeit u.v.m.). Auf der Verhaltensebene setzen Flucht- und Vermeidungsreaktionen ein. Chronifiziert die Angsterkrankung, so führt die Vermeidung dazu, dass immer mehr Situationen als potenziell bedrohlich erlebt, keine korrigierenden Erfahrungen mehr gemacht werden und schließlich das Leben immer enger und qualitativ ärmer wird.

Formen

Typische Angsterkrankungen.

Im Folgenden skizzieren wir einige typische Angsterkrankungen:

Die Panikstörung ist dadurch gekennzeichnet, dass plötzlich und unerwartet Angstattacken (um die eigene körperliche Unversehrtheit) erlebt werden, die im schlimmsten Falle mit Todesängsten (Herztod, Erstickung o.a.) verknüpft sind und sich sekundär auf bestimmte Situationen beziehen können (z. B. öffentliche Verkehrsmittel), die dann zu Angstauslösern und nachfolgend vermieden werden, sodass wir dann von einer Agoraphobie mit Panikstörung sprechen. Bei der sozialen Phobie dagegen geht es um eine irrrationale Angst vor bestimmten Aktivitäten/Situationen in der Öffentlichkeit, die mit Peinlichkeit oder prüfender Beobachtung antizipiert werden (Reden vor Publikum, Restaurantbesuch u.v.m.). Bei der generalisierten Angststörung stehen Zustände vorherrschender Anspannung und irrationaler Sorgen in Bezug auf alltägliche Ereignisse und Probleme im Vordergrund (z. B. ständige Sorge, dass einem Familienmitglied etwas zustoßen könnte), was nachfolgend zu ausgeprägtem Kontrollverhalten (z. B. ständiges Anrufen und Rückversichern) und letztlich zu interpersonellen Belastungen führen kann und Leidensdruck auch bei Angehörigen erzeugt. Es gibt auch Monophobien (wie die vor Spinnen), die nicht zwangsläufig psychotherapeutisch behandelt werden müssen. Geht es aber z. B. um eine Flugangst, eine Prüfungsangst, Angst vor Spritzen, Blutentnahmen oder um eine Zahnbehandlungsphobie, so kann das entsprechende Vermeidungsverhalten i.R. dieser speziellen Angsterkrankung durchaus dazu führen, dass die beruflichen oder privaten Konsequenzen (abgesagte Geschäftstermine oder Urlaubsreisen, nicht abgeschlossene Ausbildung, verunmöglichte Untersuchungen und Behandlungen) zu hohem Leidensdruck führen und eine entsprechende Therapie erforderlich wird.

Wie Angst entsteht.

Die Entstehung von Angsterkrankungen ist, ebenso wie die von Depressionen, multifaktoriell. Neben genetischen und neurobiologischen Faktoren können einschneidende Ereignisse, auch gesellschaftliche Stressoren, wie z. B. die stattgehabte Coronapandemie, Persönlichkeitsfaktoren (lerntheoretische oder psychodynamisch zu erklärende) eine Rolle spielen. Wichtig ist es, sich so früh wie möglich professionelle Hilfe zu suchen, um eine Ausbreitung des Vermeidungsverhaltens und eine Chronifizierung des Krankheitsbildes mit Einengung aller Lebensbezüge (beruflich wie privat) zu verhindern.

Behandlung in der Sanima Klinik.

In der Sanima Klinik verfolgen wir einen mehrdimensional ausgerichteten Therapieansatz. Die Kombination von für die Behandlung von Angsterkrankungen zugelassenen und wirksamen Antidepressiva und intensiver Psychotherapie hat sich besonders bewährt. Bezüglich der Psychotherapie fokussieren wir zunächst verhaltenstherapeutische Behandlungselemente, um den Angstkreislauf zu unterbrechen, einen gesunden und realitätsbezogenen Umgang mit der Angst zu vermitteln und dadurch Symptomentlastung zu schaffen. Die Exposition mit Angstauslösern und der Angst selbst ist zentraler Bestandteil einer wirksamen Behandlung. Im weiteren Verlauf ist aber auch eine vertiefte psychodynamische Auseinandersetzung mit intraindividuellen Persönlichkeitsfaktoren (der eigenen, z. B. ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstruktur, inneren Konflikten, fehlenden Bewältigungsmechanismen, vorhandenen Selbstunsicherheit o.a.) möglich und sinnvoll.

Häufige Fragen

Antworten auf typische Fragen zu Angststörungen.

Patienten, Angehörige und zuweisende Ärzte stellen uns wiederkehrende Fragen zur Behandlung von Angststörungen. Hier finden Sie die wichtigsten Antworten zusammengefasst.

01.Wann ist Angst behandlungsbedürftig?

Angst ist zunächst ein überlebenswichtiges Grundgefühl mit Alarm- und Warnfunktion. Behandlungsbedürftig wird sie, wenn sie zu stark, zu häufig oder einer bestimmten Situation unangemessen auftritt — insbesondere, wenn Vermeidungsverhalten das Leben zunehmend einengt. Wichtig ist, sich so früh wie möglich professionelle Hilfe zu suchen, um eine Chronifizierung zu verhindern.

02.Welche Formen von Angststörungen gibt es?

Zu den typischen Angsterkrankungen zählen die Panikstörung mit plötzlich und unerwartet auftretenden Angstattacken, die generalisierte Angststörung mit vorherrschender Anspannung und Sorgen in Bezug auf alltägliche Ereignisse sowie Ängste, die sich auf ganz bestimmte Situationen oder Objekte beziehen (Phobien).

03.Wie werden Angststörungen in der Sanima Klinik behandelt?

Wir verfolgen einen mehrdimensional ausgerichteten Therapieansatz: methodenübergreifende Psychotherapie mit einem festen Bezugstherapeuten, ergänzt um kreativ- und körpertherapeutische Verfahren. Verhaltenstherapeutische Interventionen schaffen bei Angsterkrankungen oft erst die Voraussetzung für eine Symptomentlastung und den veränderten Umgang mit der Symptomatik.

04.Wie lange dauert die stationäre Behandlung?

Der durchschnittliche Aufenthalt beträgt 6–8 Wochen — genug Zeit, um nicht nur Symptome zu behandeln, sondern Muster zu verstehen und zu bearbeiten. Die konkrete Dauer wird individuell mit dem Bezugstherapeuten abgestimmt.

05.Wer übernimmt die Kosten der Behandlung?

Die Aufnahme steht Privatversicherten, Beihilfeberechtigten und Selbstzahlern offen. Manche Gesetzliche Krankenkassen (z. B. die Techniker Krankenkasse und die DAK) sehen in ihren Satzungen vor, unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten für eine Behandlung in einer reinen Privatklinik bis zur Höhe der vergleichbaren Sätze in einem nach § 108 SGB V zugelassenen Krankenhaus zu übernehmen. Wir beraten Sie gerne im Rahmen des telefonischen Vorgesprächs.

06.Wie vereinbare ich ein Aufnahmegespräch?

Telefonisch unter +49 7083 748-0 (Mo–Fr 8:00–16:30) oder über den Rückruf-Service auf der Kontaktseite. Unser Aufnahmebüro meldet sich innerhalb von 24 Stunden mit einem Terminvorschlag für ein ausführliches, kostenloses Telefongespräch.

Quellen

Fachliche Grundlage der Inhalte.

  1. [1]S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen APA/DGPPN u. a., AWMF-Registernummer 051-028, Version 2, 2021. register.awmf.org/de/leitlinien/detail/051-028
  2. [2]ICD-10-GM — Kapitel V, F40/F41 (Angststörungen) Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). bfarm.de — ICD-10-GM
  3. [3]Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) Fachinformationen zu Angsterkrankungen. dgppn.de
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Versicherte einiger gesetzlicher Krankenkassen (z. B. die Techniker Krankenkasse und die DAK) haben in manchen Fällen die Möglichkeit, eine Teilkostenerstattung durch die GKV zu erwirken.